Das Ende der PM-/PPM-Tools ist nah

Tools sind im PM/PPM seit jeher ein beliebtes „Pflaster“, wenn der Schuh drückt. Sie sollen all das richten, was im Projekt schiefläuft. Bis vor kurzem sollten auch noch alle Projekte einer Organisation mit einem Tool, nach einer Methode geplant und durchgeführt werden. Entsprechend riesig, teuer und komplex waren die dazugehörigen Tools. Allein Auswahl und Einführung konnten Jahre, Unsummen und zahllose Mitarbeiter verschlingen, die Projekte wurden dennoch nicht erfolgreicher. Uns Beratern hat das einträgliche Geschäfte beschert. Aber die Tool-Misere ist geblieben: Das teure, in der Theorie so umfassende PM-Tool verkommt zur Schrankware. Mitarbeiter verweigern sich.

Die „neuen“ SaaS-Tools kommen uns da gerade recht. Sie stehen sinnbildlich für alles, was unter der Hand schon längst Alltag in Projekten ist – statt groß, umfassend und komplex, sind sie die schnellen, agilen Problemlöser für Teilaufgaben. Eben Nischen-Tools für Spezialaufgaben.

Sie meinen, wo käme man hin, wenn jedes Projektteam sich selbst ein Tool aussucht?

Ja, wo genau kommen wir dann eigentlich hin? Ich finde, man käme und kommt damit zu einer individuellen Lösung. Eine, die Projektleiter und ihre Teams motiviert, schnell und zielführend ihre Aufgaben zu erledigen. Ohne zeit- und kräftezehrende Einarbeitung.

Denn, mit mehr Eigeninitiative und Motivation, Engagement und Effizienz und weniger Sabotage und innerer Kündigung gäbe es für alle Beteiligten schon mal wesentliche Fortschritte auf dem Weg zu deutlich mehr Projekterfolg. Für jedes Projekt.

3 Comments

  1. Dr. Thomas Henkelmann Antwort

    Und was ist denn der Unterschied zwischen PM/PPM Tools und SaaS Tools? Nur die Bereitstellung, nicht die Funktionen oder die Prozesse oder die Anwender!

    • Michael Frieß Antwort

      Lieber Herr Henkelmann, vielen Dank für Ihren Kommentar. Das ist eine spannende Frage: sprechen wir hier wirklich „nur“ über die Bereitstellung oder müssen wir den Begriff SaaS-Tool im Bereich PM/PPM nicht tatsächlich weiterfassen? Wir glauben ja! Was unserer Meinung nach eine Vielzahl der sog. SaaS-Tools in unserem Bereich auszeichnet ist, dass spezielle Anforderungen im PM/PPM zielgenau und aufgabenspezifisch erfüllt werden, ohne den Anspruch an eine ganzheitliche Lösung zu haben. Uns ist dabei vollkommen bewusst, dass die traditionellen „großen“ Lösungen auch SaaS (Bereitstellungs-)Modelle anbieten. Unter welchem Begriff würden Sie SaaS-Tools wie bspw. ASANA, Trello und Co. zusammenfassen?

      Herzliche Grüße

      Michael Frieß

  2. Sehr geehrte Herren,
    bei den genannten Tools handelt es sich um Tools für die frei strukturierbare Aufgabenverwaltung im Team, sogenannte Collaboration-Tools, mit mehr oder weniger ausgeprägten kollaborativen Projektmanagement-Features. Manche Collaboration-Tools, wie z.B. PLANTA pulse, bieten durch die Synchronisation mit einem klassischen PM-System wie PLANTA Project die Möglichkeit einen sogenannten Hybrid einzusetzen: agil planen und klassisch auswerten. Damit lassen sich auch Unternehmensprojekte agil planen, bei denen das Management klassisches Monitoring und Reports möchte. Beim PLANTA-Hybrid ist SaaS oder On-Premises möglich.
    Freundliche Grüße,
    Beate Schulte-Illich

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