Der Negativitätseffekt in der professionellen Kommunikation

Stellen Sie sich vor, betreten Sie einen dunklen Raum – was denken Sie, wird Sie dort erwarten? Ein Goldschatz oder doch eher ein Killer-Clown? Falls Sie die Frage mit „Killer-Clown“ beantwortet haben, zeigt der Negativitäseffekt bei Ihnen Wirkung. Im Rahmen des zweiten Teils unserer Reihe zum Thema „Professionelle Kommunikation im Digitalen Zeitalter“ möchten wir Ihnen diesen Effekt näherbringen und Mittel und Wege aufzeigen, wie Sie diesen bei Ihrer Projektarbeit umgehen und abschwächen können.

Das Menschen durch den Negativitätseffekt geprägt werden, hat Ursachen in der Evolution. Kurz gesagt: Unser Gehirn will uns schützen. Um die Überlebenschancen zu erhöhen, wurden Mechanismen entwickelt, um Gefahren wahrnehmen und darauf reagieren zu können. Für unsere Vorfahren war es wesentlich, sich erinnern zu können, wo Raubtiere lauerten oder welche Früchte giftig waren.

Obwohl wir heute in einer sehr viel sichereren Welt leben, werden auch unsere Erfahrungen und Kommunikation noch immer vom Negativitätseffekt beeinflusst. Auch das Projektmanagement ist keine Ausnahme, gerade hier kommt einer effektiven und effizienten Kommunikation eine wesentliche Rolle für den Projekterfolg zu.

Die Tendenz zur negativen Deutung von Nachrichten ist besonders bei der schriftlichen Kommunikation – etwa über Microsoft Teams – vorherrschend. Der Mensch ist darauf fokussiert, während eines Gesprächs eine unmittelbare Rückmeldung vom Gegenüber zu erhalten: Dies betrifft nicht nur die Sprache, sondern auch Mimik, wie ein Stirnrunzeln oder ein zweifelnder Blick. Dieses Feedback fehlt in der schriftlichen Verständigung eines Projektteams völlig. Das bedeutet konkret, dass eine von Ihnen freundlich verfasste Nachricht von Ihrem Teamkollegen oder Ihrem Kunden als neutral oder unfreundlich empfunden werden kann – ohne, dass das Ihre Absicht ist.

Doch wie kann man dem Negativitätseffekt entgegenwirken und die schriftliche Kommunikation innerhalb eines Projektes nachhaltig verbessern? Zunächst sollte sichergestellt werden, dass sich eine Nachricht in den Ohren des Empfängers nicht negativ anhört. Hier ist es ratsam, sich die Nachricht vor dem Versenden durchzulesen und sich zu fragen, ob die Nachricht eindeutig positiv klingt, oder ob es Raum für Fehlinterpretation gibt.

Auch die Nutzung von Emojis kann ein guter Ansatz sein, um dem Negativitätseffekt zu umgehen, falls eine Nachricht falsch aufgefasst werden könnte. Allerdings ist der Einsatz von Emojis in der beruflichen Kommunikation nicht immer ratsam – adressatengerecht ist hier das richtige Stichwort. In unserem nächsten Blogeintrag werden wir näher auf die effektive und effiziente Nutzung von Emojis eingehen.

Hier sind fünf weitere Tipps, die Ihnen helfen können, den Negativitätseffekt in Ihrer Projektarbeit zu umgehen:

  • Vermeiden Sie Ambiguität: Nutzen Sie positive Phrasen und vermeiden Sie kurze Antworten, gerade in einem Austausch über Microsoft Teams. Falls möglich, fügen Sie einer negativen eine positive Nachricht bei, etwa: „Leider kann ich Ihnen die bestellte Ware nicht austauschen, aber ich kann Ihnen den monetären Gegenwert der Bestellung gutschreiben“
  • Nutzen sie Emojis: Zwar sollten Sie Emojis nicht im Übermaß verwenden, aber Emojis können frischen Wind in eine Konversation bringen – das trifft insbesondere auf Live-Chats mit Ihren Teamkollegen zu.
  • Nutzen Sie positive Phrasen: Kurze Phrasen wie „Das klingt wunderbar“, „Das hört sich gut an“ sind eine gute Möglichkeit, eine positive Atmosphäre in der schriftlichen Kommunikation eines Projektteams zu kreieren.
  • Kommunizieren Sie transparent: Die Darstellung und Kommunikation der eigenen Position in Bezug auf ein Thema kann helfen, Verständnis für das eigene Verhalten bei Ihrem Teamkollegen oder Kunden zu generieren.
  • Nehmen Sie keine Böswilligkeit an: Falls Sie selbst eine Nachricht erhalten sollten, die Sie als negativ wahrnehmen, gehen Sie nicht automatisch von einer schlechten Intention Ihres Gegenübers aus, sondern von Fehlkommunikation. Sie können davon ausgehen, dass die Nachricht positiver gemeint ist, als sie sich liest – machen Sie sich bewusst, dass ihr Gegenüber Ihnen versehentlich falsche Signale senden könnte.

Auch wir bei parameta haben Erfahrungen mit dem Negativitätseffekt und seinen Auswirkungen gesammelt. Aus unserer Sicht bietet Microsoft Teams die besten Möglichkeiten, einen personalisierten digitalen Dialog zu kreieren, der eine effektive, effiziente und vor allen Dingen positive Kommunikation im Projektmanagement ermöglicht.

Um Ihr Projekt zum Erfolg zu führen, haben wir uns darauf spezialisiert, Microsoft Teams in Ihr übergreifendes Projektmanagement zu integrieren und Ihre Kommunikation an Ihre Bedürfnisse anzupassen. Falls Sie Interesse an einem Gespräch mit uns haben, können Sie hier direkt einen Termin vereinbaren:

Wir hoffen, Sie werden weiterhin Freude beim Lesen dieser Reihe haben – sollten Sie noch mehr Informationen zum Thema benötigen oder Hilfe bei der Auswahl geeigneter Methoden zur Kommunikation brauchen, melden Sie sich gerne bei uns. Um keinen neuen Blogbeitrag zu verpassen, folgen Sie uns einfach auf LinkedIn.

Falls Sie den ersten Beitrag unserer Blogserie nachlesen möchten, können Sie dies hier tun:

Hinterlassen Sie einen Antwort

Navigate