Digitale Empathie in der professionellen Kommunikation

Die Digitalisierung hat viele Veränderungen mit sich gebracht: Wir kommunizieren fast ohne Pause und in hohem Tempo. Gleichzeitig stehen uns mehr und mehr Kommunikationsmittel zur Verfügung – egal ob per Telefon, E-Mail, über Social Media oder Microsoft Teams, sowohl privat als auch im beruflichen Umfeld sind wir beinahe immer und überall erreichbar.

Obwohl Sie Kollegen im Firmenbüro in den USA nun leichter und schneller erreichen können, nimmt auch die Menge an Informationen zu, die Sie erreicht. In der Folge werden Texte schneller geschrieben und gelesen, Inhalte oberflächlicher betrachtet. Da der Kommunikation die Tiefe fehlt, werden trotz der Zunahme an Informationen Missverständnisse in der Kommunikation nicht weniger, sondern mehr.

Die Covid-19-Pandemie hat dieser Entwicklung einen weiteren Schub gegeben. Durch die vermehrte Arbeit im Home Office kam und kommt der digitalen Kommunikation eine noch größere Rolle zu. Aus diesem Grund wird auch die Optimierung des persönlichen Kommunikationsverhaltens im beruflichen Umfeld immer wichtiger und stellt digitale Empathie zunehmend eine unverzichtbare Schlüsselkompetenz dar.

Doch wie beeinflusst die Digitalisierung menschliche Kommunikation? Hier finden Sie die Antwort:

Kurzgesagt schränkt die digitale Kommunikation die Wahrnehmung zwischenmenschlicher Reaktionen ein, die Gesprächsteilnehmer befinden sich in einer Art emotionalem Blindflug. Gestik, Mimik, Tonlage oder Sprachmelodie des Gegenübers in einer Konversation fallen weg. Durch das Fehlen dieser unmittelbaren Feedbackschleife werden der emotionalen Empathie Grenzen gesetzt. Stattdessen ist es notwendig, dass Sie sich auf die eigene kognitive Empathie verlassen und sich diese immer wieder ins Gedächtnis rufen, um Ihre Kommunikation so erfolgreich wie möglich zu gestalten.

Zugleich bekommen einige zwischenmenschliche Aspekte bei der digitalen Kommunikation je nach Situation größeres Gewicht. Beispielsweise spielt bei einem Telefongespräch die Tonlage eine wichtigere Rolle, als bei einer Videokonferenz, während bei einer E-Mail die Formulierung des Geschriebenen mehr ins Gewicht fällt, als bei einer Audioübertragung. In diesem Rahmen sollten Sie beim Verfassen einer schriftlichen Nachricht etwa auch den sogenannten Negativitätseffekt beachten, der Nachrichten negativer erscheinen lässt, als diese beabsichtigt sind. Deshalb kann es von Vorteil sein, dass Sie Ihre Kommunikation entsprechend an die Gesprächssituation anpassen.

Verfolgen Sie beispielsweise ein konkretes Ziel bei der Zusammenarbeit mit Ihren Kollegen und Kunden oder ist es für das Gespräch wichtig, eine emotionale Verbindung zu Ihrem Gegenüber zu schaffen, sollten Sie auf ein Telefongespräch oder die Videotelefonie zurückgreifen. Der gezielte Aufbau einer Beziehung zu Ihren Gesprächspartnern – ob durch ein Telefonat oder eine Videokonferenz – in Situationen die dies erfordern, minimiert Missverständnisse und stärkt die Verbindung mit Ihren Kollegen oder Kunden.

Damit Sie bei Ihrer professionellen Kommunikation so erfolgreich wie möglich sein können, werden wir diese Themen in unserer neuen Blogreihe rund um das Thema „Professionelle Kommunikation im Digitalen Zeitalter“ weiter aufgreifen und Ihnen Tipps und Tricks an die Seite geben, wie Sie und Ihre Kollegen digitale Kommunikation effektiv und effizient gestalten und Konflikte vermeiden können.

Wir hoffen, Sie werden Freude beim Lesen dieser Reihe haben – sollten Sie noch mehr Informationen zum Thema benötigen oder Hilfe bei der Auswahl geeigneter Methoden zur Kommunikation brauchen, melden Sie sich gerne bei uns. Um keinen neuen Blogbeitrag zu verpassen, folgen Sie uns einfach auf LinkedIn.

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