Portfoliomanagement: Bauchgefühl versus KPIs

Geht das wirklich: Kann man Bauchgefühl mit KPI’s belegen? Oder gar ersetzen? Immer wieder kommen in Workshops zum Thema Portfoliomanagement diese Fragen auf.
Dahinter stecken oft eine ganze Reihe Fragen (und vor allem die Angst, in Zukunft unternehmerische Entscheidungen möglicherweise einer Maschine zu überlassen).
Stimmt so aber nicht. Mit all den Mechanismen des Scorings und des Rankings, der Ableitung von Prioritäten und eines Projekt-Portfolios geht es doch hauptsächlich darum, Entscheidungsfindung zu unterstützen. Wahrscheinlich/hoffentlich niemand käme auf die Idee, eine vom Rechner ausgespukte Rangreihenfolge unreflektiert in die Organisation zu geben und umzusetzen. In der Kombination liegt der Charme: auf der einen Seite alles zu sammeln und zu tun, damit Reihenfolgen entstehen können: Kosten, Nutzen, Komplexität und Risiken bewerten, so gut es eben in einer sehr frühen Phase des Projekt-Lebenszyklus geht und dann natürlich auch gerne einen Wert berechnen, der sich aus diesen Zahlen ergibt.
Dann aber – wie gehabt – in den Ring steigen und für die Projekte kämpfen. Verteidigen, dafür einstehen, sich stark machen für die eigenen Ideen.
Aus dieser Kombination aus Emotion und Kalkulation entstehen die Portfolios, die auf der einen Seite emotional aufgeladen und auf der anderen Seite berechen und damit auch belegbar sind. Und damit eine hohe Chance, die Mischung zu finden, die nachhaltig den Erfolg der Organisation sicher stellt.

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