Projektleiter – Karriere ohne Zukunft?

In manchen Organisationen ist die Aufgabe des Projektleiters ein unbeliebter Job und gebührt meist demjenigen, dem der Auftraggeber am ehesten in der Kaffeeküche über den Weg läuft.

Warum ist das so?

Es ist zu beobachten, dass Tätigkeiten und Vorhaben, die nicht so recht ins Tagesgeschäft passen wollen, als Projekt betitelt werden. Klare Zielvorgaben, Budget oder Ideen existieren noch nicht. Auch fühlt sich keiner so wirklich verantwortlich – gemacht werden soll es aber dennoch und es lässt sich nicht klar einer Linientätigkeit zuweisen.

Also ernennt man denjenigen zum Projektleiter, der der Aufgabe am nächsten ist. Gerade im IT-Umfeld werden so Entwickler zum Projektleiter und müssen Führungsaufgaben wahrnehmen.

Dabei bietet die Karriere des Projektleiters auch viele Chancen. Projektleiter sind so etwas wie „Unternehmer im Unternehmen“. Zusammen mit ihrem Team müssen sie im Rahmen von Budget- und anderen Vorgaben beweisen, dass sie Ziele erreichen und Strategien umsetzen können.

Aber genau hier liegt auch oft das Problem. Viele aufstrebende Führungskräfte sind so nur „Chefs auf Zeit“ – und zwar bis zum Projektende. Scheitert ein Projekt, verbindet man das mit der führenden Person. Ist aber die Projektumgebung bereits im Vorfeld vergiftet – zum Beispiel aufgrund fehlender etablierter Standards oder Prozesse im Unternehmen – kann selbst ein fähiger Projektleiter nicht mehr viel ausrichten. Und so kommt es dazu, dass einer Person die Führungsqualitäten abgesprochen werden, obwohl möglicherweise nur das Projektumfeld nicht passte.

Um aber ein Projekt erfolgreich abzuschließen und zugleich die eigene Karriere nicht zu gefährden, ist es die zentrale Aufgabe Rahmen und Ziele im Auftraggebergespräch genügend abzustecken und zu definieren.

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