Projektleitung heute – Abarbeitung von administrativen Aufgaben statt verantwortungsvolle Tätigkeit?!?

„Zu viel Stress.“ „Zu wenig Anerkennung.“ „Zu groß das Risiko, zu scheitern.“ Dies sind nur einige Gründe dafür, warum es für Unternehmen immer schwieriger wird, die Position des Projektleiters adäquat zu besetzen. Dazu kommt häufig noch, dass Projektleiter nicht die Zeit und den Spielraum haben, ihre Projekt zu gestalten und sich um auftretende Probleme zu kümmern, also wirklich Verantwortung für den Projekterfolg zu übernehmen und dieser auch gerecht zu werden. Stattdessen müssen sie den Großteil ihrer Arbeitszeit darauf verwenden, detaillierte (oft nicht zielführende) Vorgaben zu erfüllen und administrative Tätigkeiten zu erledigen. Dies liegt daran, dass ihnen viel zu selten zugetraut wird, Projekte eigenständig lenken und selbstständig sinnvolle Vorgaben festlegen zu können. Außerdem sollen Projekte möglichst „lean“ durchgeführt werden, weshalb meist keine Projektmitarbeiter vorhanden sind, die dem Projektleiter Aufgaben abnehmen könnten.

Kann man sich als Projektleiter also oft nicht wirklich profilieren, ist vielmehr die Marionette von verschiedenen Interessensgruppen und muss trotzdem den Kopf hinhalten, wenn etwas im Projekt schiefläuft – warum sollte man dann nicht eine Fach- oder Führungslaufbahn vorziehen? 

Diese Frage ist in der Tat schwer zu beantworten… Deshalb sollten Unternehmen beginnen, die notwendigen Projektressourcen zur Verfügung zu stellen, den Projektleiter bewusster auszuwählen, dem richtigen Kandidaten dann das Vertrauen entgegenzubringen und die Befugnisse zu geben, um das Projekt selbstständig lenken und leiten zu können, und ihm dafür dann auch die entsprechende Anerkennung zu zollen. Nur so wird die Position des Projektleiters wieder attraktiver und Projekte damit erfolgreicher!

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