Projektmanagement 4.0: Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf das Projektmanagement? (II)

In meinem letzten Blogeintrag habe ich erörtert, warum ein gutes Projekt- und Portfoliomanagement für Unternehmen bei der Umsetzung ihres Digitalisierungsvorhabens unverzichtbar ist. Heute geht es darum, was sich durch die Digitalisierung bezüglich der Projektarbeit und -organisation verändern wird.

Neben zahlreichen anderen Veränderungen führt die Digitalisierung auch zu einer zunehmenden weltweiten Vernetzung. Dies betrifft auch die Projektarbeit. So werden künftig immer häufiger Mitarbeiter gemeinsam Projekte bearbeiten, die in verschiedenen Organisationen (Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten, Kooperationspartner, …) tätig sind, aus unterschiedlichen Fachbereichen stammen und von verschiedenen Orten aus – womöglich auch in unterschiedlichen Zeitzonen – arbeiten. Dabei werden sie digitale Lösungen wie cloudbasierte Tools nutzen, um zu kommunizieren, sich zu organisieren und Dokumente und Ergebnisse auszutauschen. Die Zusammenarbeit wird also immer virtueller, der persönliche Kontakt wird geringer.

Allerdings gilt auch hier: Tools sind nicht das Allheilmittel! Organisationen neigen in diesem Zusammenhang gerne dazu, ein Tool einzuführen und zu denken, dass die Sache damit erledigt ist. Damit die multinationalen, v.a. virtuell durchgeführten Projekte erfolgreich sind, bedarf es aber mehr. So muss es der Projektleiter schaffen, aus den heterogenen Mitarbeitern ein Team zu formen, das an das Projekt und dessen Erfolg glaubt. In einer sich digitalisierenden Welt, in der immer schneller neue Möglichkeiten für Unternehmen entstehen, werden sich auch die Rahmenbedingungen für Projekte künftig noch schneller verändern. Es bedarf daher auch einer Projektorganisation, mit der flexibel und schnell auf Veränderungen reagiert werden kann. Nur so können Projekte auch in einer sich digitalisierenden Welt erfolgreich sein!

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