Teamentwicklung

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Der Negativitätseffekt in der professionellen Kommunikation

Stellen Sie sich vor, betreten Sie einen dunklen Raum – was denken Sie, wird Sie dort erwarten? Ein Goldschatz oder doch eher ein Killer-Clown? Falls Sie die Frage mit „Killer-Clown“ beantwortet haben, zeigt der Negativitäseffekt bei Ihnen Wirkung. Im Rahmen des zweiten Teils unserer Reihe zum Thema „Professionelle Kommunikation im Digitalen Zeitalter“ möchten wir Ihnen diesen Effekt näherbringen und Mittel und Wege aufzeigen, wie Sie diesen bei Ihrer Projektarbeit umgehen und abschwächen können.

Das Menschen durch den Negativitätseffekt geprägt werden, hat Ursachen in der Evolution. Kurz gesagt: Unser Gehirn will uns schützen. Um die Überlebenschancen zu erhöhen, wurden Mechanismen entwickelt, um Gefahren wahrnehmen und darauf reagieren zu können. Für unsere Vorfahren war es wesentlich, sich erinnern zu können, wo Raubtiere lauerten oder welche Früchte giftig waren.

Obwohl wir heute in einer sehr viel sichereren Welt leben, werden auch unsere Erfahrungen und Kommunikation noch immer vom Negativitätseffekt beeinflusst. Auch das Projektmanagement ist keine Ausnahme, gerade hier kommt einer effektiven und effizienten Kommunikation eine wesentliche Rolle für den Projekterfolg zu.

Neues Team, neues Glück?

Insbesondere innerhalb der Projektarbeit zählt das Arbeiten in temporären, interdisziplinären Teams zum Tagesgeschäft. Die Teams sind i.d.R. unterschiedlich zusammengesetzt und mit unterschiedlichen Aufgaben vertraut, dennoch lässt sich der Teamfindungsprozess in einem sequentiellen Entwicklungsprozess beschreiben. Die sog. Teamuhr ist auf das Jahr 1965 zurückzuführen und wurde von Bruce Wayne Tuckman entwickelt. In der originären Form besteht es aus den vier Phasen Forming, Storming, Norming und Performing. Im Jahre 1977 wurde das Modell um die fünfte Phase, das Adjouring ergänzt. Forming (Orientierungs-/Testphase) Die erste Phase ist durch einen höflichen Umgang unter den Teammitgliedern gekennzeichnet. Im Vordergrund steht das Kennenlernen der einzelnen Teammitglieder und Charaktere, die sich innerhalb dieser Phase Schritt-für-Schritt einander nähern. Der Projektleiter nimmt in dieser Phase primär die Rolle des Gastgebers ein, der den Kennenlernprozess unterstützt. Storming (Gärungs-/Kampfphase) In der Storming-Phase entstehen häufig unterschwellige Konflikte. Diese Phase ist gekennzeichnet durch eine hohe Selbstdarstellung der Teammitglieder („Ich“-Orientierung). Der Projektleiter agiert als…

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