Um was geht es eigentlich (wirklich)?

Die Frage treibt mich seit einiger Zeit um: Warum beschäftigen sich Organisationen mit dem Thema Projekt-Portfolio-Management? Und mittlerweile bin ich überzeugt, dass Eigen-und Fremdbild oftmals weit auseinanderklaffen: Vordergründig geht es um so heere Ziele wie die Verfolgung der gesetzten Strategie und die Ausrichtung der eigenen Kräfte an der startegischen Stoßrichtung der Organisation. Schaut man aber etwas genauer hin,
stellt man in vielen Fällen schnell fest, dass das nur die „Schauseite“ der Organisation darstellt. Das würde nämlich bedingen, dass man sich mal (und immer wieder auf’s Neue) über die Ziele und strategische Stoßrichtung der Organisation geeinigt hat und ihre Ziele kennt. Das ist in den allermeisten Fällen nicht der Fall.
Statt dessen geht es in den meisten Fällen um eine Ressourcen-Mangelverwaltung und deren Rechtfertigung. In der Organisation selber herrscht permanente Unklarheit darüber, wer eigentlich gerade an was arbeitet und selbst darüber, ob die Mannschaft jetzt eigentlich eher unter-oder über-ausgelastet sei. Handwerkliche Fehler also.
Aber auch das ist ja erst mal nicht schlimm und vielleicht sogar eine gute Motivation, das Thema endlich systematisch anzugehen.
Erfolgreich wird es allerdings nur und ausschließlich dann, wenn man ehrlich zu sich selber ist und mit der eigenen Situation und Intension offen umgeht.

1 Comment

  1. Lieber Michael,

    dem Tenor Deines Artikels pflichte ich bei. Im Alltag erlebe ich auch diese Effekte – immer wieder.

    In den Unternehmen fehlt mir auf der einen Seite eine gelebte Transparenz, also Transparenz als ehrliche Haltung. Mit Fokus auf den Menschen, also den Kunden, den Mitarbeitern (unabhängig ihrer Rolle/Position Inhaber, C-Level, … der Reinigungskraft, …). Ich vermisse ebenso den ehrlichen Blick auf die gemeinsame (!) Vision, Werte, Prinzipien. Weg von der Methoden- und Prozess-Verliebtheit und dem „mit sich selbst beschäftigen“, dem „Zäune bauen“, dem „sich zur Schau stellen“, etc.

    Auf der anderen Seite fehlt mir bei den Unternehmen eine aufrichtige und gesunde Fehlerkultur. Eine Fehlerkultur, die die Freiheit beinhaltet, Fehler machen zu dürfen, ohne Angst haben zu müssen. Dies ist die immense Grundlage für notwendige Innovationen.

    Insgesamt ist alles eine Frage der Rahmenbedingungen, in denen sich die (Firmen-) Kultur von gestern, über heute, in die Zukunft entwickeln kann.

    Eine glaubwürdig gelebte Haltung zu Transparenz und Lernen sind die tragenden Säulen für Morgen…

    just my 2 cents.

    CU
    Boeffi

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