Was hat der Abgas-Skandal mit Projektmanagement zu tun?

Auf den ersten Blick nicht viel. Auf den zweiten Blick ist das ein Muster-Beispiel für zwei Themen, die beide in der Welt des Projektmanagement nicht übermäßig beliebt sind: Stakeholder- und Risikomanagement.
Fangen wir mit dem Risiko an: Auch wenn ich es wirklich nicht genau und „von innen“ weiß, so gehe ich doch davon aus, dass das Thema Abgas-Steuerung auch bei VW als eine Art Projekt gehandhabt und abgewickelt wurde. Und wenn das so war, dann würde mich die Risiko-Matrix dafür wirklich sehr interessieren (wenn sie denn gemacht wurde): Im Sinne einer FMEA war das (erwischt zu werden) ein Risiko mit offenbar überschaubarer Wahrscheinlichkeit und extrem hoher (bis maximaler) Auswirkung. Wer gibt so etwas frei? Und warum??
Und damit wären wir bei den Stakeholdern: Sich jetzt auf den Punkt zurück zu ziehen: Wir wussten das ja alles nicht, finde ich gewagt. Sollte es tatsächlich so sein, müsste ich das Projekt-System und die dazugehörige Kultur bei VW stark in Frage stellen. Projektumfeld muss natürlich immer darauf fokussiert sein, welche Tragweite das Projekt und dessen Ergerbnisse hat. Ansonstan kann man es auch gleich bleiben lassen. Und das schließe ich leider auch nicht ganz aus…

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