Wie kann man Organisationen lernfähig machen?

Das Konzept der „lernenden Organisation“ wurde maßgeblich von Peter M. Senge geprägt und wird seit geraumer Zeit in Wissenschaft und Praxis heiß diskutiert. Der Grundgedanke besteht grundsätzlich darin, dass Unternehmen auf Basis Ihrer Informationsverarbeitungsprozesse und der damit verbundenen Wissensänderung lernen, sich besser auf ihre Umwelt einzustellen. Es handelt sich um einen fortwährenden Prozess, der es Organisationen abverlangt, sich kontinuierlich auf allen Ebenen weiterzuentwickeln. Das Konzept geht dabei über die bloße Lösung von Problemen hinaus. Peter M. Senge beschreibt in diesem Zusammenhang fünf Fertigkeiten (Disziplinen), die seiner Meinung nach einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Erfolg einer lernenden Organisation besitzen:

  1. Personal Mastery – Persönliche Meisterschaft
    Diese Fähigkeit beinhaltet das kontinuierliche Streben nach der persönlichen Weiterbildung und Persönlichkeitsentwicklung aller Mitglieder einer Organisation.
  2. Mental Models – Mentale Modelle
    Bei der Fähigkeit „Mental Model“ geht es primär um die Reflexion unserer eigenen, inneren Bilder, Annahmen und individuellen Glaubenssätze, um diese anschließend zum Gegenstand der Organisationsentwicklung zu machen.
  3. Shared Visioning – Gemeinsam geteilte Vision
    Die Notwendigkeit der Schaffung einer gemeinsam getragenen Vision wird mit der Fähigkeit „Shared Visioning“ zum Ausdruck gebracht.
  4. Team Learning – Teamlernen
    Diese Disziplin beschreibt die Fähigkeit, durch einen Gruppendialog einen kollektiven Lernprozess in Gang zu setzen.
  5. Systems Thinking – Systemisches Denken
    Das Denken in Systemen integriert die ersten vier Fähigkeiten und ermöglicht darüber hinaus eine ganzheitliche Betrachtung aller relevanter Systemkomponenten.

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