Wissensmanagement ist für Beratungen unverzichtbar

Beratungen verkaufen in der Regel keine Smartphones oder Tablets, wie es beispielsweise Apple macht. Beratungen verkaufen Wissen! Dieses Wissen kann viele verschiedene Formen annehmen, wie z. B Dokumentvorlagen, Best Practice Beispiele oder Vorgehenskonzepte. Aus diesem Grund ist der Wissensfundus von durchgeführten Projekten von unschätzbarem Wert für eine Beratung.

Gerade Beratungen sollten aus diesem Grund ein ausgereiftes Wissensmanagement leben. Der Prozess, Wissen aus Projekten zu sammeln und für alle anderen Berater verfügbar zu machen, ist für eine Beratung unerlässlich.

Jedes Projekt, das eine Beratung durchführt, ist mit neuem Wissen und neuen Erfahrungen verbunden. Nicht nur das Wissen aus einer Vielzahl von Projekten, sondern auch aus mehreren Branchen und unterschiedlichsten Unternehmenskulturen fließt in einer Beratung tagtäglich zusammen. Da wäre es fahrlässig, dieses erworbene Wissen nicht aufzubereiten und für die Kollegen zur Verfügung zu stellen.

Die Realität sieht aber oft ganz anders aus: Oft fehlt den Beratern die Zeit, das erworbene Wissen für Kollegen aufzubereiten. Montag bis Freitag sind die Berater in Kundenprojekte eingespannt. In der Mittagspause werden E-Mails beantwortet und im Taxi zum Flughafen wird die längst schon fällige Telko von letzter Woche geführt. Wo ist die Zeit für die Weitergabe von Wissen unterzubringen?

Vielleicht sollten Berater sich einfach mal die Zeit nehmen. Die Zeit, um die Erfahrungen im Projekt zu reflektieren und sie dabei auch für andere zur Verfügung zu stellen. Selbst wenn es in der Woche nur eine halbe Stunde ist. Bei einem funktionierenden Wissenstransfer-Prozess profitiert dann letztendlich jeder. Schließlich gibt nicht jeder Berater nur Wissen preis, sondern er erhält im Gegenzug auch eine Menge an Wissen von anderen Beratern. Wissen, das wiederrum an Kunden verkauft werden kann.

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